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Willkommen auf der Webseite des Vereins ProGaslicht e.V.
Aktuelle Meldungen aus der Gaslicht- Welt. Mehr im aktuellen “Zündfunken” und bei 
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KOALITIONSVEREINBARUNG ZWISCHEN SPD UND CDU SIEHT KOMPLETTEN ABRISS VON BERLINS GASLATERNEN VOR
Seit dem 18./19.11.2011 liegt der Öffentlichkeit der zwischen SPD und CDU ausgehandelte Koalitionsvertrag vor.
Darin ist aus ein Passus zur öffentlichen Straßenbeleuchtung in Berlin enthalten. Dieser Passus besteht aus genau zwei (!) Sätzen. Sie lauten:
"Berlin im richtigen Licht
Mit der Umsetzung des Lichtkonzepts für die öffentliche Beleuchtung wollen wir einerseits die Ansprüche
an Sicherheit und Orientierung gewährleisten und gleichzeitig schädliche Folgen von Licht für Menschen und Tiere mindern. Aus klimapolitischen Gründen, wie auch wegen der
Kostenentwicklung, wird die Koalition den Gasleuchtenbestand auf Elektroleuchten umrüsten, mit Ausnahme der historischen und denkmalgeschützten Gasleuchten".
Vom Zustand der elektrisch betriebenen Beleuchtung, immerhin über 180.000 Straßenleuchten, von denen eine
Vielzahl erneuerungsbedürftig ist, wird nicht gesprochen. Es geht einzig und allein darum, die noch vorhandenen knapp 44.000 Berliner Gas-Straßenleuchten abzureißen und durch
Elektroleuchten zu ersetzen.
Der Hinweis auf die Möglichkeit, historische und denkmalgeschützte Gasleuchten zu erhalten, führt in die Irre.
Erst vor wenigen Wochen hat uns der Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin bestätigt, dass weder ein Denkmalschutz für Berlins Gasleuchten noch für deren Betriebsart Gas
möglich sei. Es existieren also bis heute keine denkmalgeschützten Gasleuchten!
Angebliche Kompromisse, die dahin führen sollen, einige Dutzend Gaslaternen in besonderen Denkmalschutzgebieten
wie Dorfangern zu erhalten, sind absurd und nicht zielführend. Mit dem Abriss von knapp 44.000 Berliner Gasleuchten, das ist schätzungsweise die Hälfte des weltweiten
Gaslaternen-Bestandes, wird die Zerstörung des kleinen Industriezweiges „Gasbeleuchtungstechnik“ vorangetrieben. Die Produktion von Gasleuchten und Gasmasten, Glühkörpern,
Brennern oder Zündgeräten für eine Handvoll Gaslaternen dürfte dann eingestellt werden, sie ist nur durch ausreichende Stückzahlen gesichert. Außerdem zerstört man sich durch den
Abriss aller Gaslaternen eine Option auf Zukunftstechnologien wie den Betrieb mit Biogas.
Dass Berlins Gasleuchten in ihrer Art und geschichtlichen Entwicklung weltweit einzigartig sind und ein
herausragendes Flächendenkmal darstellen, wird völlig ignoriert. Die Pläne des Senats bedeuten nichts anderes, als etwa 2.750 Straßen, ca. 95 % davon in den ehemals westlichen
Bezirken, aufzureißen, Kabel zu verlegen, die Beschädigung von Straßenbäumen in Kauf zu nehmen und die Anwohner mit Lärm und Dreck zu belästigen.
Vor einiger Zeit beschloss bereits der bisherige rot-rote Senat den kompletten Abriss der so genannten 8.400
Gas-Reihenleuchten, dafür wurden knapp 30 Millionen Euro bereit gestellt. Jeder kann sich nun ausrechnen, was es kosten wird, alle übrigen 35.600 Gasleuchten zu demontieren und durch
Stromleuchten zu ersetzen. Experten schätzen die Kosten für dieses Vorhaben auf 150 – 170 Millionen Euro.
Der Abriss erfolgt, ohne das die betroffenen Bürger gefragt werden. Angebliche Einspar-Potentiale beim Ausstoß
von CO² sind fast nicht messbar, der Anteil aller Gaslaternen am gesamten Berliner CO²-Ausstoß beträgt etwa 0,17 % (!).
Auch wirtschaftliche Einsparpotentiale wird es nicht geben. Zwar sind Unterhalt und Energie beim Betrieb der
Gaslaternen im Vergleich zur Elektrobeleuchtung etwa doppelt so teuer, dafür ist die Lebensdauer von Gaslaternen aber auch 3-4mal länger. Eine Amortisation der gewaltigen
Investitionssumme findet definitiv nicht statt.
Die einzigen Gewinner sind die Hersteller von Stromleuchten, die sich einen neuen großen Absatzmarkt erschlossen haben.
Hinzu kommt, dass Zehntausende von Gasleuchten in den letzten Jahren auf den technisch neuesten Stand gebracht
worden sind, sie bekamen moderne Zündvorrichtungen oder wurden komplett runderneuert.
Richtig ist, dass viele Gasleuchten derzeit störanfällig und in einem schlechten Zustand sind, Wir führen das
auf die Querelen der letzten Zeit um die Vergabe des privaten Beleuchtungsmanagements zurück.
Anfang der 1990er Jahre hatte das Abgeordnetenhaus die Berliner Gaslaternen als Stadtbild prägend und absolut
erhaltenswert eingestuft. Im Ostteil der Stadt retteten lokale Bürgerinitiativen die letzten verbliebenen Gaslaternen in Köpenick oder Kaulsdorf vor den Abrisstrupps des Ostberliner
Magistrats.
Die Absicht, sämtliche Berliner Gaslaternen, die seit Jahrzehnten die Metropole Berlin prägen, abzureißen, ist
ein beispielloser Akt von Stadtbildzerstörung und Kulturbanausentum. Gaslaternen gehören zu Berlin wie das Brandenburger Tor oder der Funkturm.
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MANNHEIM – ABRISS DER GASLATERNEN BESCHLOSSEN
Im Oktober beschloss der Mannheimer Gemeinderat den Abriss der Mannheimer Gaslaternen. Von derzeit noch 386
Stück dürfen allerdings 9 Stück am Reiherplatz in MA-Käfertal stehen bleiben. Die von zahlreichen Gaslicht-Freunden mitgetragene Petition an die Gemeinderäte wurde von diesen
absolut ignoriert. Mehr dazu im aktuellen Zündfunken, Nr. 28.
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FRANKFURT – MORATORIUM GEBROCHEN
Der neue Verkehrsdezernent Majer (Grüne) macht zusammen mit der Betreiberfirma SRM (einer Tochter der Mainova)
Druck. Die Gasbeleuchtung soll in Frankfurt verschwinden. Dazu wurde die zwischen engagierten Bürgern und der Stadt vor zwei Jahren getroffene Vereinbarung (Moratorium) gebrochen. In
zwei Straßen, die bisher durch Gaslicht beleuchtet wurden, soll es eine Teststrecke mit LED-Leuchten geben. Mehr dazu im aktuellen Zündfunken, Nr. 28.
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Am Sonntag, 4.9.2011
fand in Düsseldorf-Oberkassel das Luegallee-Straßenfest statt. In Zusammenarbeit mit dem Verkehrs- und Verschönerungsverein war ProGaslicht mit einem Informationsstand auf dem Barbarossaplatz vertreten.Die Info-Veranstaltung mitten in Oberkassel war ein voller Erfolg für unsere Argumente und unser Gaslichtthema! Die Gasleuchte zum Anfassen war ein Hingucker und viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich auf ihre Art dieser schönen Beleuchtung zu nähern.

Den Menschen war das Gaslichtthema durchaus bekannt und es herrschte reges Interesse an technischen Informationen.
Etliche Sonderausgaben des Zündfunken wechselten den Besitzer. Viele Besucher stellten die Frage, wie man den Gaslicht-Abriss in Düsseldorf aufhalten könne.
Ein Dank gilt erst einmal dem Verkehrs- und Verschönerungsverein, der uns die Darstellung der Gaslichtschönheit ermöglichte. Großen Dank
auch allen, die mitgemacht haben und immerhin von morgens 10 Uhr bis fast gegen Mitternacht aushielten.
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Berlin schafft die Gasleuchten ab
Berlins Senatsverwaltung für Stadtentwicklung will sämtliche 43.700 Gaslaternen abreißen lassen. Dabei setzt die
Verwaltung auf die zügige Umsetzung von Vattenfall, ein Atomstromkonzern, der laut Greenpeace die miserabelste Umweltbilanz aller vier großen deutschen Stromkonzerne besitzt.
Vattenfall wurde vom Senat für die nächsten 7 Jahre beauftragt, die gesamte öffentliche Beleuchtung Berlins zu managen.
Ein Atomstromkonzern wird also vom rot-roten Senat beauftragt, das zukunftsfähige Gaslicht ein für alle mal zu zerstören.
Wir Berliner verlieren
- die einzige technische Beleuchtung, garantiert ohne Strom aus Atomkraftwerken.
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eine weltweit besondere Beleuchtung, die eher als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft werden müsste, als sie zu zerstören.
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ein einzigartiges Licht mit besonderer Qualität, gleichermaßen menschen- wie tierfreundlich.
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die Möglichkeit, die Technik auch für zukünftige Anwendungen und Möglichkeiten der Lichterzeugung, z.B. Biogas, zu erhalten.
Wir Berliner bekommen
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eine billige Allerweltsbeleuchtung, die für weiteren Lichtsmog sorgen wird.
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ein minderwertiges Licht aus technischen Leuchten ohne Berlin-Bezug oder in ausgesuchten Bereichen
historisierende Plastik-Attrappen mit LED-Beleuchtung.
Wir Berliner zahlen drauf
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die Umrüstung aller 43.700 Gaslaternen wird nach Berechnungen mindestens 170 Millionen Euro kosten,
vermutlich aber noch viel mehr. Gibt es nicht sinnvollere Möglichkeiten, das Geld für andere Projekte wie z.B. die Gebäudesanierung zu verwenden? Fraglich ist, ob die
versprochenenen Einsparungen überhaupt eintreffen werden.
Die aufkommende Idee, die Gaslaternen in einigen denkmalgeschützten Bereichen stehen zu lassen, halten wir für
einen faulen Kompromiss. Nur hohe Stückzahlen garantieren eine sichere Versorgung mit Ersatzteilen und vertretbaren Wartungskosten.
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Düsseldorfs Gas-Straßenbeleuchtung als Weltkulturerbe Grossartige Chance vertan
Vor einigen Tagen haben die Stadträte von Wuppertal, Solingen und Remscheid beschlossen, die Eintragung der
Müngstener Brücke als technikhistorisches Denkmal in die UNESCO-Weltkulturerbeliste voranzutreiben und einen entsprechenden Antrag zu unterstützen. Der Antrag dürfte gute Aussicht auf
Erfolg haben.
Im Oktober 2009 hatte Frau Prof. Gabriele Henkel eine Petition an Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers
gerichtet mit der Bitte, die einmalige, historisch gewachsene und authentische Düsseldorfer Gasbeleuchtung dauerhaft unter Schutz zu stellen und die Eintragung als
UNESCO-Weltkulturerbe anzustreben. Die durch ProGaslicht initiierte Petition war von zahlreichen prominenten Düsseldorfer Bürgern unterzeichnet worden. Über diese Petition hat der Rat
bis heute weder entschieden, noch das Gespräch mit den Initiatoren gesucht. Stattdessen hat man im Dezember 2010 den Einstieg in den Abriss der Gasbeleuchtung beschlossen.
Gleichzeitig wurde eine Präsentation der Stadtverwaltung mit offensichtlich falschen Tatsachen zur Gasbeleuchtungstechnik verbreitet.
Ist das Verhalten des Oberbürgermeisters und des Rates nicht eine unglaubliche Arroganz und Ignoranz gegenüber
den Wünschen Düsseldorfer Bürger?
Das Amt für Denkmalpflege im Rheinland teilt die Auffassung, die Düsseldorfer Gasbeleuchtung sei in ihrer Art
weltweit einmalig. Schon vor 11 Jahren wurde in einer Reportage in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung angeregt, die Eintragung der Gaslaternen als UNESCO-Weltkulturerbe zu prüfen.
Hat sich der Rat bisher mit der Thematik befasst?
Wir von ProGaslicht regen an, die technischen Möglichkeiten, die die Gasbeleuchtung liefert, zu nutzen, Biogas
direkt vor Ort in gutes Licht umzuwandeln. Die Verwendung von Biogas und die einhergehenden Techniken stecken noch in den Kinderschuhen. Versuche laufen bereits erfolgreich. Hat man
die Zeichen der Zeit nicht erkannt?
Warum üben sich die Verantwortlichen darin, unsere Petition „auszusitzen“? Das technische Wissen um die
Verwendung von Gaslicht darf nicht verloren gehen!
Das beigefügte Foto zeigt, in welch blamabler Weise Düsseldorf mit seinem kulturellen Erbe umgeht: Moderne
Gasleuchten werden gegen kitschige historisierende plastikartige Stromleuchten gewechselt.
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Hamburg-Bahrenfeld
Etwas erfreuliches gibt es von der „Waterkant“ zu berichten. Zwei seit
Jahren nicht mehr funktionierende Gaslaternen standen vor dem Uhrenhaus auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks HH-Bahrenfeld. Die
dortigen Anlieger, Inhaber einer Tanzschule, baten uns um Unterstützung. Und ProGaslicht hat geholfen. Die beiden Ritter-Rundmantellaternen sind seit einigen Tagen wieder in Betrieb.
> Mehr dazu im Zündfunken, Ausgabe Mai/Juni 2011.
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Eine Übersicht über Städte mit vorhandenen Gaslaternen findet sich auf der Homepage der Gaswerksfreunde Augsburg. Infos zu Gaslaternen (neu entdeckt oder abgebaut) können an uns und/oder an die Homepage der Gaswerksfreunde Augsburg gesendet werden. Wir sind für jeden Hinweis dankbar, auch für Tipps aus dem Ausland.
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ENERGIEWENDE JETZT ! Seit dem
Reaktorunglück in Japan ist nichts mehr so wie es war. Die Energiewende soll kommen: Weniger Atomkraft. Deutschlands Energieversorgung wird umgerüstet, doch die kommunalen
Verwaltungen demontieren und verschrotten mit Hochdruck die vorhandene alternative Beleuchtung.
Gaslicht - das einzige technische Licht ohne Strom aus Atomkraftwerken
Die Grundlagen seitens der Verwaltungen mit den behaupteten Verbesserungen durch geschönte Verbrauchswerte, den
Vergleich nicht vergleichbarer Leuchten und Einbeziehung unterschiedlicher Atomstromanteile zur CO2 Berechnung - zum Nachteil des Gaslichts - sind mit der Kehrtwende weggefallen und stimmen schon im Ansatz nicht mehr. Klimaschutz durch Atomstrom? Gaslicht ist eine wichtige ausbaufähige Technologie im Zeitalter des Ausstiegs aus der Atomkraft. Mit effizienten und modernen Techniken können erneuerbare Energiequellen genutzt und entwickelt werden. Stoppt - jetzt! - die Zerstörung vorhandener Gasbeleuchtungsanlagen und investiert in diese bewährte Alternative der Lichttechnik. Wir haben schon heute die Möglichkeit, die Abhängigkeit vom Atomstrom zu vermeiden. -> Presseerklärung in .pdf <-
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Minden: Bis weit in die 1980er Jahre war Minden
eine Hochburg der Gas-Straßenbeleuchtung. Heute existieren nur noch 9 Gaslaternen, sie stehen allesamt in der Wohnsiedlung Laxburg. Die über Jahrzehnte vernachlässigten Gaslaternen
wurden letztes Jahr in Zusammenarbeit mit den Städtischen Betrieben Minden, dem Gasversorger E.ON und ProGaslicht eV. runderneuert. Seitdem leuchtet das Gaslicht zur Freude der
dortigen Bewohner. Mehr in unserem Journal „Der Zündfunke“, Ausgaben 18, 20 und 21.
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Nettetal: Auch in der Stadt an der niederländischen Grenze wird dem Gaslicht weiter gehuldigt. Als die Stadt daran
ging, ihren wenigen Gaslaternen das Licht auszublasen, regte sich Widerstand. So konnten die letzten 16
Gaslaternen vor Abriss und Verschrottung gerettet werden. Inzwischen gibt es einige Bürger, die auch selbst eine
Gaslaterne betreiben wollen. Am 10.12.2010 wurden zwei weitere private Gasleuchten „feierlich“ in Betrieb
genommen. Ziel mehrerer engagierter Bürger ist es, weitere Gaslaternen – auch im modernen Stil – in der Stadt
aufzustellen. Lobberich soll „Gaslichtstadt“ werden. Mehr zum Thema in „Der Zündfunke“, Ausgaben Nr. 16, 17 und 21,
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Chemnitz In der sächsischen Stadt sollen die
letzten 424 Gaslaternen unter Denkmalschutz gestellt werden. Dieser Forderung der GRÜNEN haben sich inzwischen auch andere Parteien angeschlossen. Mehrere Ausschüsse des Stadtrates
votierten einstimmig für die Erhaltung der Chemnitzer Gaslichter. Das vergangene Jahr (2010) war seit langer Zeit das erste Jahr OHNE Abbau von Gaslaternen. Im Juni wird ProGaslicht
eV. wie bereits im letzten Jahr am Straßenbahnfest Chemnitz-Kappel mit einem Infostand vertreten sein. Mehr Infos in „Der Zündfunke“ Ausgaben Nr. 14, 15, 16, 17, 18, 23
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Düsseldorf Der Rat der Stadt hat am 16.12.2010 den
Abriss von 1.400 Gasleuchten beschlossen. Dies soll der Einstieg in ein großflächiges Abriss-Programm sein. Trotz massiven Einsatzes von ProGaslicht eV. zeigen sich die
Verantwortlichen, allen voran Herr Oberbürgermeister Elbers unbeeindruckt. Die Ignoranz der Düsseldorfer Stadtverwaltung, der Stadtwerke und der großen Mehrheit der Politiker ist so
enorm, dass man bisher absolut nicht daran denkt, über die im Herbst 2009 eingereichte Petition zahlreicher Bürger sowie von ProGaslicht eV., das Düsseldorfer Gaslicht zum
UNESCO-Weltkulturerbe zu erklären, auch nur zu diskutieren, geschweige denn zu entscheiden. Auch von Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit scheint man nicht viel zu halten, so
liegt bis heute kein Protokoll der Ratssitzung vom 16.12.2010 vor. Mehr zum Thema in zahlreichen Ausgaben von „Der Zündfunke“, so die Nr. 9, 10, 11, 13, 15, 18, 20, 21, 22.
Bitte unbedingt auch die Webseiten von „ProGaslicht Düsseldorf“ und „Gaslicht Solingen“ beachten:
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Prag Eine der berühmtesten Brücken der Welt, die
Karlsbrücke, wird seit Oktober 2010 mit Gaslicht illuminiert. Nachdem man den Beschluss gefasst hatte, die Prager Altstadt wieder mit Gaslaternen zu bestücken, sind seit dem Jahr 2002
inzwischen etwa 600 Gaslaternen neu in Betrieb genommen worden. In der tschechischen Hauptstadt wird die Gasbeleuchtung auf den Straßen und Plätzen als Touristenattraktion angesehen.
Städtische „Laternenanzünder“ mit Zylinder und auffälligem Umhang gehen an Sommerabenden durch die Straßen, um die Gaslaternen publikumswirksam zum Leuchten zu bringen. Wir
kennen dieses Ritual unter anderem auch aus Baden-Baden. Dort betreibt man allabendlich vor dem Kurhaus die gleiche Zeremonie. Natürlich ist dies nicht die reguläre Art des
Zündens. Moderne elektronische Schaltgeräte – hergestellt in Berlin – sorgen für den störungsfreien Betrieb der Gaslaternen. Mehr zur Prager Gasbeleuchtung in „Der
Zündfunke“, Ausgaben Nr. 12, 14 und 18
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Malvern Die mittelenglische Stadt Malvern hat eine
lange Gaslicht-Tradition. In der Stadt sind noch mehr als 100 teilweise aus viktorianischen Zeiten stammende Gaslaternen anzutreffen. Wegen ihres teilweise unbefriedigenden Zustandes
haben sich engagierte Bürger aus Malvern zur Gruppe „Gasketeers“ zusammengeschlossen und ProGaslicht eV. um Hilfe gebeten. Im Herbst letzten Jahres gab es ein Treffen in Malvern
und Inzwischen findet einen reger Erfahrungsaustausch statt. Ziel ist es, die historisch einzigartigen Gaslaternen von Malvern auf „Vordermann“ zu bringen und deren Technik zu
modernisieren. Mehr dazu auch auf Youtube:
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Unsere Botschaft: Gaslicht schützen! Oben bleiben!
Seit mehr als 100 Jahren tobt ein Konkurrenzkampf zwischen Gas und Strom. Es geht um die Vorherrschaft in
Privathaushalten, in der Industrie, aber auch auf der Straße. Bei diesem Kampf ging man seit jeher nicht gerade zimperlich miteinander um. Aggressive Kampagnen, die gegen die jeweils
„andere“ Seite gerichtet waren, prägten ständig das Bild. Wir wollen uns an dieser Stelle auf die Straßenbeleuchtung konzentrieren und stellen fest, dass die
„Strom-Seite“ bis zum heutigen Tag nichts unversucht lässt, Gasbeleuchtung und Gaslaternen zu diskreditieren. Obwohl die Gasbeleuchtung gerade noch etwa 0,7 % der gesamten
öffentlichen Straßenbeleuchtung in Deutschland ausmacht, wird ein vehementer Feldzug gegen das Gaslicht geführt. Manche Entscheidungsträger (Politiker) und Verwaltungsbürokraten
benehmen sich wie Marionetten am Gängelband von Stromkonzernen und Elektroleuchtenherstellern und werden zu Erfüllungsgehilfen dieser Lobby. Wir meinen: Es reicht! Es muss Schluss
damit sein, dass vier große (Atom-) Stromkonzerne und die mit ihnen verbandelten Zulieferer bestimmen, welches Licht und welche Energieart für den Bürger gut ist und welches nicht.
Jede Gaslaterne ist (obwohl sie mehr Wärme als Licht abgibt) umweltfreundlicher und umweltschonender als eine Elektroleuchte (mit menschen- und tierfeindlichem Licht), die von einem
Stromkonzern gespeist wird! Beim geplanten Gaslaternen- Abriss in Berlin spielt Vattenfall eine wichtige Rolle, in Düsseldorf sind die abrissfreudigen Stadtwerke Düsseldorf ein
Tochterunternehmen des Atomkonzerns EnBW. Daran sollte man immer denken. Es wird Zeit, umzusteuern. In jeder Beziehung!
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Warum kein Biogas zum Betrieb von Gaslaternen? Diese
Frage erscheint aktueller denn je. Die Ereignisse in Japan und die Atomkatastrophe von Fukushima lassen die Welt den Atem anhalten. Nun wird sichtbar, dass diese Technik vom
Menschen nicht beherrschbar ist. Dies gilt erst Recht für die „Hinterlassenschaften“ der Kernkraftwerke. Mehr denn je sind Alternativen zum Atomstrom gefragt. Völlig
vernachlässigt wird zum Beispiel der Einsatz von Biogas, und das nicht nur „als Umweg“ zur Stromerzeugung, sondern direkt als Energiequelle zum Heizen, Kochen und ... Beleuchten
(!). Schon vor über 220 Jahren wurde Gaslicht aus Schlachtabfällen erzeugt (so genanntes Faulgas). Der Betrieb von Gasleuchten, Herden und Heizungen mit Biogas oder einem Mix
aus Erdgas und Biogas ist möglich. Veredeltes Bio-Erdgas gilt als umweltschonend und nahezu CO2-neutral.
Man müsste sich einfach mal mit diesem Thema auseinandersetzen. Aber war das bisher überhaupt gewollt? Gaslaternen sind umweltfreundlich. Die verwendeten Materialien wie Stahl, Eisen,
Glas, Keramik, Emaille gelten ausnahmslos als natürliche, wiederverwertbare Produkte. Die verwendeten Glühkörper sind neuerdings thoriumfrei und absolut unproblematisch. Dagegen
verwendet man bei der Produktion von Stromleuchten so umweltbelastende und schwer recycelbare Stoffe wie Plastik, Kunststoff-Innenbeschichtungen, jede Menge Giftmüll (Quecksilber- und
Natriumdampflampen, Leuchtstoffröhren mit Gasfüllungen) und sonstiger Elektronikschrott. Mehr dazu in „Der Zündfunke“, Ausgabe Nr. 15
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Newsletter: Der Verein ProGaslicht e.V. veröffentlicht monatlich ein Mitteilungsblatt “Der Zündfunke” mit Meldungen
und Berichten über das Gaslicht.
Aktuelle Meldungen über Schutzstellung, Neuaufstellung und der Aktivität des Vereins sind ebenso enthalten. Schauen
Sie in unser Online-Archiv.
Das Heft wird aber auch in Papierform veröffentlicht und kann für 3,50 Euro bestellt werden.
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