ProGaslicht e.V.

Verein zur Erhaltung und Förderung des Gaslichts als Kulturgut

 

ProGaslicht Augsburg

Chronik der Gasbeleuchtung in Augsburg

1848 Eröffnung der ersten Augsburger Gasfabrik für die Beleuchtung der Straßen mit 335 Gaslaternen. Augsburg war nach Nürnberg die zweite bayerische Stadt mit Gasbeleuchtung.

1854 gründete L.A. Riedinger seine "L.A. Riedingersche Maschinen- und Bronzewarenfabrik" in der unter anderem sehr viele Gasapparate und Gaslampen gebaut wurden. Noch heute sind in der Augsburger Altstadt die "Riedinger-Leuchten" zu sehen.

1863 Gründung einer zweiten Gasfabrik durch L.A. Riedinger

1873 waren bereits 908 Gaslaternen in Betrieb

1895 Einführung des Auer Gasglühlichtes bei der Gasstraßenbeleuchtung, ebenso wurde dann die Anzahl von dato. 1330 auf 1925 Stück erhöht, da eine allgemeine Beleuchtungsverbesserung vorgenommen wurde.

1899 Umstellung aller Gaslampen auf Auer Gasglühlicht beendet

1902 waren es bereits 2030 Stück mit einem Brenner und 158 Stück mit Doppelbrenner, welche an verkehrsreichen Straßenkreuzungen angebracht sind. 1020 von den Gaslaternen mit einem Brenner waren bis 11 Uhr nachts in Betrieb, der Rest (also 1010 Stück) die ganze Nacht. 87 der Doppelbrenner waren ebenso bis 11 Uhr nachts in Betrieb, der Rest (71) die ganze Nacht.

1907  Die Stadt Augsburg übernahm die zwei privat betriebenen Gaswerke

1913 2517 Gaslaternen mit Zünduhren System Kilchmann in Betrieb

1915 Das neue Gaswerk der Stadt Augsburg geht in Augsburg-Oberhausen in Betrieb, die zwei alten Werke werden stillgelegt.

1936  war die erste Hauptstraße komplett elektrisch beleuchtet.

1975-77   wurden die letzten 668 Gaslampen elektrifiziert, ausgenommen 6 Lampen in der Augsburger Fuggerei

2008  Heute sind neben den 6 Riedinger Gaslaternen in der Fuggerei noch 6 weitere Gaslaternen in der Bayerstr. in Augsburg-Göggingen noch in Betrieb.

Text: 8/2008 von Oliver Frühschütz, www.gaswerk-augsburg.de

Die Leuchten-Typen in Augsburg:

Die 6 noch erhaltenen Gaslaternen sind 6-eckige Riedinger Leuchten, die früher in Augsburg gebaut wurden. Sie sind alle 4 flammig und haben einen Lichtsensor und eine elektr. Zündung über eine 1,5 Volt Batterie. Alle 6 Lampen sind an Wandarmen montiert. Sie stehen  in der Augsburger Fuggerei.

Anschrift:
Fuggerei 56
86152 Augsburg, Haupteingang Jakoberstraße
 

Weitere 6 Leuchten stehen vor erdgas schwaben gmbh
Bayerstraße 43
86199 Augsburg

Eine Davon ist auf einem Wandarm montiert, die anderen 5 jeweils auf einem Mast. Auch diese 6 Stück sind alle 4 flammig und haben einen Lichtsensor. Vermutlich Schneider Modell Neulicht. Im Gaswerk-Museum im ehem. städtischen Gaswerk Augsburg in der August-Wessels-Straße 30 in 86156 Augsburg-Oberhausen sind noch einige alte Augsburger Gaslaternen erhalten, aber noch nicht restauriert und noch nicht in Betrieb. Eine Besichtigung bei Führungen durch das Gaswerk ist möglich.

Text: 8/2008 von Oliver Frühschütz, www.gaswerk-augsburg.de

Links zur Gasbeleuchtung Augsburg

Stadt Augsburg im Internet mit Tourismus-Informationen

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Erstellt von den Berliner Verkehrsseiten im Auftrag der  Pro Gaslicht e.V.

 

http://www.gaswerk-augsburg.de