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Vandalismus des Senats im beschaulichen Lichtenrade -> Siehe auch dazu Meldung zum Baldersheimer Weg vom 28.6.2009 -> Druckversion in PDF hier <-19.8.2009 Ein beispielloser Akt von Zerstörungswut, angezettelt von der Senatsverwaltung für „Stadtentwicklung“ ist in Berlin-Lichtenrade zu beobachten: Seit einigen Wochen werden Gaslaternen auf Strom umgebaut. Geschah dies zunächst in Heimwerkerart mit freiliegenden Kabeln, Kabelbindern und Metallschellen, so werden jetzt durch aufwändige Bauarbeiten (7 bis 8 schwere Fahrzeuge sind im Einsatz) neue Maste neben die bisherigen Gaslaternen gestellt. Installiert werden aber weiterhin ausrangierte Stromleuchten aus den 50er Jahren. Billige, teils verbeulte Gehäuse mit schmutzigen und rissigen Plastikschalen. Dahinter eine Leuchtröhre. Diese „Leuchten“ werden zur Zeit in anderen Teilen der Stadt demontiert. Nun verwendet man sie hier und ersetzt die traditionelle Lichtenrader Gasbeleuchtung Schritt für Schritt.
Im südlichen Zipfel Lichtenrades zwischen Bahnhofstraße, Kirchhainer Damm und der S-Bahn sind die ruhigen
Anliegerstraßen seit Jahrzehnten zu 100 % mit Gas beleuchtet. Mitten durch dieses Viertel führt die Paplitzer Straße,
vorbei am Lichtenrader Friedhof. Drei große Plätze, allesamt grüne Oasen, werden von der Paplitzer Straße tangiert (Kaiser-, Leopold- und Seydlitzplatz). Sie sieht wie eine schmale Allee aus, alte Bäume säumen ihren Weg.
Landschaftsarchitektonisch war dieses Viertel von eindrucksvoller Schönheit, gerade durch das Licht der Gaslaternen und dem unendlich vielen Grün. Grauenhaft sind auch die aktuellen Bilder von der Blohm-, der Goltz- und der Horstwalder Straße. Hier wird ebenfalls der beschauliche Alleecharakter durch
die hässliche Elektrobeleuchtung zerstört. Insgesamt sind jetzt 6 Straßen betroffen. Es treibt einem die Tränen in die Augen. Der Abriss der 4-flammigen Gaslaternen in einer Wohnstraße ist ein Frevel und eine Frechheit
gegenüber der Bevölkerung. Aber scheinbar hat sich dieser Senat mit geradezu religiösem Eifer auf die Fahnen geschrieben, den Südzipfel Berlins komplett zu verschandeln. Vielleicht hasst Herr Wowereit
seinen früheren Kiez? Ist erst mal die Dresdner Bahn gebaut und mit meterhohen Schallschutzwänden versehen, sowie auf der östlichen Seite der Kirchhainer Damm – jetzt noch eine schöne Baumallee - zu einer vierspurigen Autorennbahn
mutiert, dann ist die Lebensqualität in Lichtenrade-Süd endgültig Flöten gegangen. Das wird sich auf die Gemütslage der Anwohner, aber auch auf die Werte ihrer Grundstücke auswirken.
Für Nachfragen, Interview-Termine oder Bilder kontaktieren Sie uns bitte. Jonathan Jura und Bettina Grimm (ProGaslicht e.V.) www.progaslicht.de
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4/2008 Erstellt von den Berliner Verkehrsseiten für ProGaslicht e.V. |
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