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LED-Musterstrecke in Kleinmachnow 16.11.2009 Im beschaulichen Kleinmachnow, das liegt südwestlich von Berlin ganz in der Nähe zu Potsdam und grenzt unmittelbar an den Berliner Stadtbezirk Steglitz-Zehlendorf, ist dieser Tage eine Teststrecke der besonderen Art zu beobachten. Durch den Ort führt die Straße „Hohe Kiefer“, das ist ein durchaus verkehrsreicher Weg mit einem abgetrennten Gehweg für Fußgänger. Die Fahrbahn wird seit Jahren mit Natriumdampflicht (NHV) an Peitschenmasten, der durch einen Grünstreifen davon abgesetzte Geh- und Radweg durch Pilzleuchten gleichen Leuchtmittels (NHV) beleuchtet. Etwa auf der halben Strecke dieses Fußweges hat man nun eine Beleuchtungs-Testrecke mit LED-Wegeleuchten verschiedener Hersteller eingerichtet. Dazu wurden die herkömmlichen 8 Pilzleuchten entfernt und durch die modernen LED-Produkte der Elektrohersteller ersetzt. Die Maste wurden weiterverwendet. Einer
Pilzleuchte wurde das NHV-Leuchtmittel entfernt und durch einen modulartigen „LED-Leuchteinsatz“ ersetzt. Auf dieser Musterstrecke können die verschiedenen Produkte der Hersteller verglichen werden. Nicht nur für den
Gemeinderat Kleinmachnow ist diese Mustersammlung aufgebaut worden, auch andere Städte sowie das benachbarte Berlin zeigt Interesse an den Modellen.Ein abendlicher Gang unter den Laternen ist ernüchternd. Der
Betrachter läuft eher in Demut unter den Laternen, da er bis auf zwei Musterleuchten von diesen erheblich geblendet wird. Es muss sogar dringend davor abgeraten werden, direkt in dieses Licht zu schauen. Das Licht strahlt kalt und
lässt das menschliche Auge schmerzen. Hätte man diese LED-Leuchten bei den Straßenlaternen eingesetzt, so würden diverse Autofahrer massive Probleme mit der starken Blendwirkung dieser LED bekommen. Hier zeigen sich
noch die derzeitigen Anwendungsgrenzen dieser Leuchttechnik. Wenn Sie die Möglichkeit haben, die Musterstrecke in der Hohen Kiefer in diesem Winter zu besuchen, stellen sie
sich unter jede Laterne und stellen sich vor, hier 10 Minuten auf den Bus warten zu müssen. Beurteilen Sie das Licht, wenn Sie auf die Laterne zugehen und achten Sie gezielt auf die Lichtverteilung (Lichtpunkt auf den Boden
) um die nur punktförmige Lichtausbreitung zu vergleichen. Soll so die Zukunft der Beleuchtung von Straßen, Plätzen und Parks
aussehen? Es bewahrheitet sich, dass das grelle Licht für die Ausleuchtung von Straßen und Wegen ungeeignet ist. Was für Tunnelbeleuchtungen und Signalanlagen gut ist, muss für Teilnehmer am Straßenverkehr und für Fußgänger
noch lange nicht das non-plus-ultra sein. Anmerkungen zur Teststrecke nimmt die Gemeinde Kleinmachnow gerne unter Das Licht streut nicht ausreichend, fällt punktförmig auf den Boden. Sehr grelles Licht geben 6 von 8 Testleuchten auf den Betrachter ab. oben: Extrem diese Leuchte: Unangenehm sich unter dieser Leuchte zu bewegen Annehmbar: Diese Rundleuchte. Die Lichtfarbe jedoch bleibt unangenehm In der Gestaltung zeigen sich die LED-Leuchten allesamt sehr modern. Sicherlich gibt es auch Anwendungsgebiete
für diese moderne Lichttechnik.Ob diese Laternen in eine Wohnsiedlung der 30er Jahre passt, mögen wir bezweifeln. Übrigens gibt es auch sehr moderne (aktuelle) Leuchtenformen mit Gasbeleuchtungstechnik, die neben modernem
Design dazu ein wohlfühliges Licht absondern. Machen Sie den Selbsttest: Stellen Sie sich unter eine dieser LED-Leuchten und verweilen sie, führen Sie ein
Gespräch unter der Laterne. Sie werden merken, Sie treten lieber langsam aus dem Licht heraus. Ist das der Sinn moderner Beleuchtungstechnik? Bilder: Markus Jurziczek von Lisone und Text: Bettina Grimm |
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4/2008 Erstellt von den Berliner Verkehrsseiten für ProGaslicht e.V. |
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