ProGasLicht 

ProGaslicht e.V.

Verein zur Erhaltung und Förderung des Gaslichts als Kulturgut

 

26.10.2009: Übergabe einer Petition in Düsseldorf

In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt kam es in der letzten Oktober-Woche zur öffentlichen Vorstellung einer von zahlreichen Prominenten unterstützten Kampagne zur Erhaltung des Düsseldorfer Gaslichts. Frau Professor Gabriele Henkel, namhafte Kunstmäzenin überreichte am 26.10.2009 im altehrwürdigen Jan-Wellem-Saal des Düsseldorfer Rathauses Herrn Oberbürgermeister Dirk Elbers eine Petition, die zum Ziel hat, Düsseldorfs Gaslicht zu erhalten und auf die UNESCO-Liste für das Weltkulturerbe zu setzen. Nach Auffassung von Frau Professor Henkel sollen die Bürgerinnen und Bürger ihre Gestaltungsmögichkeiten wahrnehmen. Düsseldorf verdiene ein besonderes Licht – das Gaslicht. Oberbürgermeister Elbers und viele Politiker dürften es mit leichtem Staunen vernommen haben. Der geplante Totalabriss der Düsseldorfer Gaslaternen beschäftigt seit Wochen die Gemüter, etliche Artikel und Berichte sind in den Medien erschienen.

Bei der am Abend in der Altstadt-Brauereigaststätte Uerige stattgefundenen Pressekonferenz stellte Georg Schumacher von ProGaslicht Düsseldorf den Inhalt der Petition zur Erhaltung des Düsseldorfer Gaslichts vor. Zahlreiche Pressevertreter und Gaslicht-Freunde waren zugegen, der Abend gestaltete sich sehr kurzweilig. Es fand ein reger Erfahrungsaustausch statt. Die Petition wurde von zahlreichen stadtbekannten Düsseldorfern unterzeichnet. Zum Kreis der Unterstützer gehören neben Schirmherrin Gabriele Henkel u.a. Kom(m)ödchen-Chef Kay Lorentz, Jonges-Baas Gerd Welchering, der Präsident des Carneval Comitees Engelbert Oxenfort, Pantomime Nemo, Kunstakademie-Rektor Tony Cragg und Sportmoderateur Manni Breuckmann.

Der Sprecher von ProGaslicht Düsseldorf wies daraufhin, dass die Düsseldorfer Gaslaternen unangetastet bleiben sollen, dazu gehören alle 5 charakteristischen Leuchten-Typen. Das Gasbeleuchtungsnetz sei zu erhalten und solle in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen werden. Das Bedürfnis der Düsseldorfer zum Erhalt des Gaslichts sei groß und ein bisschen exklusiv darf es für die NRW-Landeshauptstadt allemal sein. Wie sagte Sprecher Georg Schumacher völlig zutreffend: Historische Innenstädte oder Schlösser sind genügend auf der Liste des Weltkulturerbes, Industrie-Denkmäler wurden dagegen bislang vernachlässigt, vor allem in Deutschland. Im direkten Umkreis von Düsseldorf stünden nur der Kölner und der Aachener Dom sowie die Essener Zeche Zollverein auf der Liste. Es ist also höchste Zeit für das Weltkulturerbe Gaslicht.

Abb: Schirmherrin Frau Professor Gabriele Henkel wurde am 26.Oktober gebührend im ehrwürdigen Jan-Wellem-Saal von Oberbürgermeister Dirk Elbers empfangen.
Bei der Übergabe der Düsseldorfer Petition zeigte Herr Oberbürgermeister ein leichtes Staunen über den Wunsch zum Erhalt und der Wertschätzung dieses weltweit einmaligen Zeugnisses der Gasbeleuchtung.
Laut Frau Professor Henkel sollen die Bürgerinnen und Bürger ihre Gestaltungsmöglichkeiten wahrnehmen. Düsseldorf verdient ein besonderes Licht - das Gaslicht.

Abb.:Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien waren zahlreich erschienen und zeigten reges Interesse am Thema "Gaslicht". Der Abend war kurzweilig und spannend; es herrschte ein reger Erfahrungsaustausch.
v.l.n.r.: Frau Prof. Henkel,  Georg Schumacher und Frau Dr. Barbara Kempen standen Rede und Antwort.

Text: Bettina Grimm

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4/2008 Erstellt von den Berliner Verkehrsseiten für ProGaslicht e.V.